Film & Theater Reihe
Die langfristige Kooperation zwischen dem Kino Babylon und dem Hagener Stadttheater, die Film- und Theater- Reihe "Spiel´s gleich ZWEI MAL, Sam", wird im achten Jahr fortgesetzt. Das Kino Babylon begleitet wieder die aktuelle Spielzeit des theater Hagen mit herausragenden Literatur- und Theaterverfilmungen aus der ganzen Filmgeschichte sowie mit Filmportraits von bedeutenden Theatermenschen. Produktionen aus den Bereichen Musiktheater, Junge Bühne LUTZ und Schauspiel werden je nach Motiven, Autor, Komponisten, Genre oder Ästhetik mit Filmen ergänzt. So hat das Publikum die Möglichkeit, die gegenseitigen Einflüsse und Wechselwirkungen zweier Kunstformen vergleichend wahrzunehmen. Die Kinotermine sind so gelegt, dass ein zeitnaher Besuch der Theatervorstellung möglich ist.
Programm 2010
So 14.02. 18.00 La Traviata
So 14.03. 18.00 Kurt Weill
So 25.04. 18.00 Mad hot Ballroom
So 20.06. 18.00 The Boss of it all
So 14.02. um 18.00
La Traviata
Deutschland 1982, R+B: Franco Zeffirelli, Melodrama in 3 Akten, Musik: Giuseppe Verdi, Libretto: Francesco Maria Piave, 105 Min., OmU (italienisch), mit Teresa Strata, Plácido Domingo u.v.a.
Die erschütternde Geschichte einer nicht standesgemäßen Liebe in einer prunkvollen Pro-duktion: Der renommierte Film- und Opernregisseur Franco Zeffirelli scheute keinen Auf-wand, um Glück und Leid der Violetta Valéry in Szene zu setzen. Teresa Stratas vermittelt den Gegensatz von emotionaler Stärke und körperlicher Schwäche der Titelfigur mit gro-ßer Eindringlichkeit. Mit dem Schmelz seiner lyrischen Stimme und seiner faszinierenden Bühnenpräsenz ist Plácido Domingo ein überaus leidenschaftlicher Alfred Germont.
Nicht nur die mit hunderten von Kerzen oder von gewaltigen Kronleuchtern illuminierten Salons, in denen goldgelbe und braune Farbtöne vorherrschen, erinnern an Zeffirellis Lehrmeister Luchino Visconti und bescherten der Produktion zurecht zwei Oscarnominie-rungen. „Noch nie sind in einem Opernfilm Musik und Szene derart phantasievoll, werkge-treu und sinnenfroh aufeinander abgestimmt worden…“ (Der Spiegel).
So 14.03. um 18.00
Kurt Weill – Stationen eines Künstlerlebens
Deutschland 2001, R+B: Sven Düfer, Dokumentarfilm, 97 Min, mit Milva, Kathrin Angerer, Udo Lindenberg u.a.
Kaum einer hat den Rhythmus der zwanziger Jahre – jüdische Traditionen, Jazz-Rhythmen und Gershwin-Melodien – wie der 1900 in Dessau geborene Kurt Weill. Mit dem Weill-Kenner und Biographen Dr. Jürgen Schebera als Tour Guide macht sich Regisseur Sven Düfer auf die Suche nach den Lebensspuren des großen Komponisten. An den biographischen Stationen Weills in Dessau, Berlin, Paris und New York kommen
sowohl heutige Musiker und Weill-Interpreten als auch Zeitzeugen zu Wort. Eine Collage aus historischen Dokumenten und heutiger Sicht, aus Vergangenem und Gegenwärtigem entsteht. Bisher nicht gehörte Freunde und Mitarbeiter Weills, erzählen in Anekdoten und Geschichten über Leben und Sehnsüchte des Komponisten. Interpreten wie Milva, Blixa Bargeld, Kathrin Angerer, Udo Lindenberg, Stefanie Wüst und Jocelyn B. Smith liefern an den historischen Schauplätzen herausragende Interpretationen von Weill-Songs und the-matisieren ihre Beziehung zu Weill und seinem Werk.
„Ich habe niemals einen Unterschied zwischen ernster und leichter Musik anerkannt. Es gibt nur gute Musik und schlechte Musik“ (Kurt Weill).
So 11.04. um 18.00
Mad hot Ballroom
USA 2005, Dokumentarfilm von Marilyn Agrelo, OmU (englisch), 105 Min.
Sie haben Rhythmus im Blut und den Swing in den Beinen. Sie tanzen die Tänze der Gro-ßen: Rumba, Tango, Foxtrott, Merengue und Swing – die Klassiker des Gesellschaftstanzes. Dabei sind sie gerade einmal zwischen acht und elf Jahre alt und haben vorher noch nie ein Tanzparkett betreten. MAD HOT BALLROOM begleitet drei Schulklassen aus New York bei einem ganz besonderen Projekt: „Dancing Classrooms“ nennt sich das gemeinnützige Programm, das an vielen öffentlichen Schulen New Yorks mit großem Erfolg angeboten wird: In einem zehnwöchigen Intensivkurs lernen die Schüler Grundlagen des „Ballroom Dancings“. Mit viel Schwung und einer unbeschreiblichen Mischung aus kindlichem Spaß und rotziger Coolness stellen sich die zum Teil aus schwierigen sozialen Verhältnissen
stammenden Kids der ungewöhnlichen Herausforderung. Zugleich gewährt die Regisseurin einen Einblick in die gegensätzlichen Welten, die im pulsierenden New York aufeinander treffen. Ein Film über Schweiß, Tränen und Träume – voller Rhythmus und Gefühl!
So 30.05. um 18.00
The Boss of it all
Dänemark/Schweden 2006 (OT: Direktøren for det Hele), R+B: Lars von Trier, 99 Min., deut-sche Fassung, mit Jens Albinus, Peter Gantzler, Benedikt Erlingsson, Iben Hjejle u.a.
Der dänische Regisseur Lars von Trier ist bekannt für emotional radikale Filme wie BREAKING THE WAVES, DANCER IN THE DARK oder zuletzt ANTICHRIST. Wer hätte da eine Büro-Comedy er-wartet? Ravn, der Eigentümer einer dänischen IT-Firma, gibt gegenüber seinen Angestell-ten die Existenz eines in Wirklichkeit von ihm erfundenen Chefs vor, den er für alle unpopu-lären Entscheidungen verantwortlich macht. Als die Firma an den isländischen Investor Finnur verkauft werden soll, besteht dieser darauf, „The Boss of It All“ auch persönlich zu treffen. Daraufhin engagiert Ravn den Schauspieler Kristoffer, der jedoch zu einer beson-ders übertriebenen Darstellung seiner Rolle neigt und das ganze Manöver gefährdet.
Reduziert und spartanisch in seinem Produktionsaufwand, überzeugt THE BOSS OF IT ALL als zynische Verwechslungskomödie innerhalb einer krisengeschüttelten Firma.
Ältere Programme
Hier können Sie einen Blick in Programme aus den vergangenen Spielzeiten werfen. Zum Öffnen der Datei benötigen sie ein PDF-Betrachtungsprogramm, z.B. hier.
Programm 2007/08 (234 kb)

